Recap-Seite nach dem Shooting:
wofür Agenturen sie nutzen
Eine Recap-Seite ist die Nachbereitung einer Produktion als eigene Seite statt als Präsentationsdatei: Bilder, Videoschnitte, Zahlen und Credits unter einem Link. Sie wird weitergegeben, statt verschickt, bleibt aktuell und lässt sich als Nachweis der Arbeit auch Monate später noch zeigen.
Zurück zur Übersicht- Eine Recap-Seite fasst eine abgeschlossene Produktion unter einer Adresse zusammen.
- Ein Link wird weitergegeben, eine Datei bleibt in einem Postfach liegen.
- Bilder und Videos laufen dort in Anzeigegröße statt als Anhang mit Größenbeschränkung.
- Die Seite lässt sich ändern, nachdem sie verschickt wurde.
- Sie eignet sich als Nachweis für den nächsten Pitch, nicht nur als Abschluss des letzten.
Was ist eine Recap-Seite?
Die Nachbereitung einer abgeschlossenen Produktion, gebaut als eigene Seite unter einer eigenen Adresse. Sie zeigt, was entstanden ist - Motive, Schnitte, Beteiligte, Zahlen - in der Reihenfolge, in der jemand es durchgehen soll.
Eine Recap-Seite ist eine eigenständige Seite, die eine abgeschlossene Produktion mit Bildern, Videos und Credits zusammenfasst.
Der Anlass ist meist ein Shooting, eine Kampagne oder ein Event. Empfänger sind der Kunde, dessen Vorgesetzte, manchmal Presse und Handel - also Leute, die nicht dabei waren und in fünf Minuten verstehen sollen, was geliefert wurde.
Technisch ist es dieselbe Bauweise wie bei einer Kampagnenseite: eine Spalte, ein Scrollweg, keine Navigation. Der Unterschied liegt im Zweck - die eine wirbt, die andere berichtet.
Warum ein Link statt einer Präsentation als PDF?
Weil ein Link weitergegeben wird und eine Datei im Postfach liegen bleibt. Das ist der praktische Unterschied, und er entscheidet darüber, wie viele Leute die Arbeit überhaupt sehen.
| Präsentation als PDF | Recap-Seite | |
|---|---|---|
| Weitergabe | als Anhang, oft zu groß | ein Link, unbegrenzt |
| Video | Standbild mit Verweis | läuft in der Seite |
| Änderung nach dem Versand | neue Datei, neue Version | dieselbe Adresse |
| Auf dem Telefon | zoomen und schieben | für die Breite gebaut |
| Später wiederfinden | im Postfach von jemandem | über die Adresse |
Der Punkt, der in der Tabelle am wenigsten auffällt und am meisten wiegt, ist die Änderung nach dem Versand. Ein nachgelieferter Schnitt, eine korrigierte Nennung, eine Zahl, die erst später vorlag - bei einer Seite ist das eine Änderung an einer Stelle, bei einer Datei entsteht eine zweite Fassung, die parallel im Umlauf ist.
Was gehört hinein?
Das Ergebnis, die Beteiligten und der Anlass - in dieser Reihenfolge. Was nicht hineingehört, ist die Vorgeschichte des Projekts.
- Oben das stärkste Motiv, groß, ohne Vorlauf.
- Drei bis fünf Sätze zum Anlass: was war der Auftrag, was ist entstanden.
- Die Auswahl der Motive in einer Reihenfolge, nicht als Kontaktabzug.
- Videoschnitte, kurz, mit klarer Angabe zum Ton.
- Zahlen, wenn belegt - Reichweite, Stückzahl, Laufzeit. Ohne Beleg lieber keine.
- Die Credits vollständig, so wie die Beteiligten genannt werden wollen.
Wie die Bilder dabei aufbereitet werden, steht in warum es fast immer die Bilder sind. Bei den Zahlen ist Zurückhaltung die bessere Entscheidung. Eine Recap-Seite mit einer Zahl, die jemand nachfragt und die dann nicht trägt, kostet mehr Glaubwürdigkeit, als die Zahl vorher gebracht hätte.
Wer sieht sie und wie lange?
Standardmäßig jeder, der die Adresse hat, und so lange, wie du es willst. Eine Recap-Seite ist normalerweise nicht öffentlich verlinkt und wird nicht von Suchmaschinen aufgenommen, sondern über den Link verteilt.
Wenn Material vertraulich ist, gibt es zwei Wege: eine schwer erratbare Adresse, was für die meisten Fälle genügt, oder eine Abfrage vor dem Zugang, wenn es ausdrücklich verlangt wird. Der zweite Weg kostet Aufwand und senkt die Weitergabe - er sollte begründet sein, nicht vorsorglich gewählt.
Zur Dauer: Eine Recap-Seite ist der einzige Fall, in dem Stehenlassen fast immer richtig ist. Anders als bei einer Kampagnenseite veraltet ein Bericht über eine abgeschlossene Produktion nicht - er wird mit der Zeit zum Nachweis. Genau dafür taugt er im nächsten Pitch.
Was brauchst du dafür von deiner Seite?
Die Auswahl und die Credits. Alles andere ist Arbeit, die hier passiert.
Auswahl heißt: welche Motive, in welcher Reihenfolge, welche Schnitte. Das ist eine Stunde konzentrierte Arbeit von jemandem, der die Produktion kennt, und sie lässt sich nicht auslagern. Credits heißt: die vollständige Liste, geprüft, in der Schreibweise, in der genannt werden soll - der Punkt, an dem später am häufigsten korrigiert wird.
Nicht gebraucht wird ein Layoutentwurf. Wenn ein Erscheinungsbild vorliegt, arbeite ich damit; wenn nicht, leite ich es aus dem Material ab und stelle es zur Abstimmung. Wie die Zusammenarbeit dabei läuft und wer nach außen erscheint, steht in Umsetzung für Agenturen.
Häufige Fragen
Können wir die Seite selbst aktualisieren?
Nicht über eine Oberfläche - Änderungen laufen über mich. Nachgelieferte Schnitte, korrigierte Credits oder eine spätere Zahl schickst du mir, und du bekommst eine Vorschau zum Freigeben. Für eine Seite, die nach dem Versand zwei- oder dreimal angepasst wird, ist das der schnellere Weg als eine Oberfläche zu lernen.
Darf unser Kunde die Seite weitergeben?
Ja, das ist der Sinn eines Links. Wenn eine Weitergabe nicht gewünscht ist, muss das vorher geklärt sein - dann bekommt die Seite eine Abfrage vor dem Zugang. Ohne diese Absprache gilt: Wer die Adresse hat, kann sie weiterschicken, und genau darauf ist die Form ausgelegt.
Steht marcy auf der Seite?
Nur wenn du es willst. Bei Aufträgen aus Agenturen ist es üblich, dass die Seite ausschließlich deinen Namen und die Credits der Produktion trägt. Eine Nennung als Umsetzung nehme ich gern, verlange sie aber nicht - die Regelung dazu steht schriftlich im Angebot, nicht im Nachgespräch.
Wie schnell nach dem Shooting kann sie stehen?
Das hängt an der Nachbearbeitung, nicht an mir. Sobald die Bildauswahl retuschiert vorliegt und die Schnitte fertig sind, ist der Bau der kürzere Teil. Wenn ein Termin feststeht - etwa eine Präsentation beim Kunden - nenn ihn zuerst, dann rechnen wir von hinten und legen fest, wann das Material spätestens da sein muss.
Was du als Nächstes tun kannst
Nimm die letzte Produktion, für die eine Präsentation als Datei herumgeschickt wurde, und schau nach, wie viele Leute sie tatsächlich geöffnet haben. Wenn die Antwort dich stört, ist eine Recap-Seite die Alternative - und 20 Minuten im Erstgespräch reichen, um zu klären, was sie in deinem Fall kostet.
Marcel SchygaIch baue Websites vom Design bis zum Livegang. Mehr über mich