BRANCHE 20. August 2026 · 5 Min. Lesezeit

Website für Garten- und Landschaftsbau:
Bilder und Saison

Im Garten- und Landschaftsbau entscheidet die Bildstrecke, ob jemand anfragt. Anders als im Handwerk ist das Ergebnis sichtbar und ästhetisch, also wird verglichen wie bei einem Architekten - nur dass die Anfragen saisonal in Wellen kommen. Eine Seite, die gute Vorher-Nachher-Strecken zeigt und das Einsatzgebiet klar benennt, bringt Anfragen in der richtigen Größenordnung.

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Kurz gesagt
  • Bilder sind hier das Hauptargument, nicht die Beschreibung der Leistung.
  • Ein Vorher-Nachher-Bild wirkt nur mit gleicher Perspektive und gleichem Licht.
  • Anfragen kommen saisonal; die Seite sollte sagen, wann du für was Kapazität hast.
  • Pflege ist das planbare Geschäft und gehört sichtbar neben die Neuanlage.
  • Große Bilddateien sind in dieser Branche die häufigste Ursache für langsame Seiten.

Wie baue ich eine Bildstrecke, die wirkt?

Mit Paaren statt Einzelbildern. Ein fertiger Garten ist schön; ein fertiger Garten neben dem Zustand davor ist ein Argument. Der Unterschied ist die Leistung, und nur das Paar zeigt sie.

Damit ein Paar funktioniert, müssen drei Dinge stimmen: gleicher Standpunkt, ähnliche Tageszeit, ähnliches Wetter. Ein Vorher-Bild im Novemberregen und ein Nachher-Bild im Juniabend vergleicht Jahreszeiten, nicht Arbeit. Wer die Vorher-Bilder nicht hat, macht sie ab jetzt bei jedem Erstbesuch - fünf Aufnahmen mit dem Telefon, immer von der gleichen Ecke. Das kostet zwei Minuten und ist in einem halben Jahr die Grundlage der ganzen Seite.

Dazu gehören drei Angaben je Projekt: Was war die Aufgabe, wie groß war die Fläche, wie lange hat es gedauert. Die Dauer ist die Angabe, die am meisten beruhigt und am seltensten dasteht.

Beim Vorher-Bild achten aufWarum
Gleicher StandpunktSonst vergleicht der Betrachter Perspektiven
Ähnliche TageszeitHartes Mittagslicht lässt jede Fläche flach wirken
Ähnliche JahreszeitNovember gegen Juni vergleicht Wetter, nicht Arbeit
Fläche im BildOhne Bezugsgröße ist die Leistung nicht lesbar

Wie gehe ich mit der Saison um?

Indem die Seite sagt, was gerade geht. Anfragen für Neuanlagen kommen im Frühjahr gebündelt, und wer im März alles zusagt, arbeitet im Juli auf Verschleiß.

Zwei einfache Mittel: ein Satz auf der Startseite, für welchen Zeitraum du Neuanlagen annimmst, und ein zweiter, was ganzjährig läuft - Pflege, Baumarbeiten, Winterdienst. Das verschiebt Anfragen in die Bereiche, in denen du Luft hast, statt sie abzulehnen.

Das Pflegegeschäft verdient dabei mehr Platz, als es meist bekommt. Es ist das planbare, wiederkehrende Geschäft und steht auf vielen Seiten als Nebensatz unter der Neuanlage. Wer Pflegeverträge will, braucht dafür eine eigene Seite mit Umfang, Rhythmus und einer Größenordnung. Was so eine zusätzliche Seite kostet, steht in was kostet eine Website.

Warum sind die Bilder ein technisches Problem?

Weil sie aus der Kamera ein Vielfaches größer sind als die Fläche, auf der sie erscheinen. Eine Bildstrecke mit dreißig unbearbeiteten Aufnahmen überträgt zweistellige Megabyte - und wer im Garten mit dem Telefon nachschaut, hat selten volle Netzabdeckung.

Die Lösung ist nicht, weniger zu zeigen, sondern jedes Bild in der Größe abzulegen, in der es angezeigt wird, und in einem modernen Format auszuliefern. Das ist Handarbeit im Aufbau und danach vorbei. Wie viel das ausmacht, steht in Ladezeit verbessern.

Zweiter Punkt: Bilder ohne Beschriftung sind für Suchmaschinen leer. Eine kurze Bildbeschreibung mit Aufgabe und Ort ist in einer bildlastigen Branche der Unterschied zwischen gefunden und übersehen. Sie macht die Seite gleichzeitig für Leute mit Sehbehinderung nutzbar - siehe Barrierefreiheit.

Wie grenze ich mein Gebiet ab?

Mit einer Liste der Orte, in denen du wirklich arbeitest, und einer Bemerkung dazu, was du außerhalb noch machst. Anfahrt ist in dieser Branche ein echter Kostenfaktor, und eine Anfrage aus fünfzig Kilometern Entfernung kostet zehn Minuten Telefon für eine Absage.

Wenn du an deinem Betriebssitz keine Kunden empfängst, gehört bei Google die Adresse ausgeblendet und ein Einzugsgebiet angegeben - erlaubt sind bis zu 20 Gebiete, insgesamt etwa zwei Autostunden weit. Wie das genau funktioniert, steht in Website für Handwerker.

Häufige Fragen

Wie viele Projekte soll ich zeigen?

Zehn bis fünfzehn gut aufbereitete Paare tragen die Seite. Wichtiger als die Menge ist die Bandbreite: Wer Terrassen, Teiche und Pflasterarbeiten macht, braucht von jedem etwas - wer nur Pflege anbietet, braucht keine fünfzehn Beispiele dafür. Drei starke Paare am Anfang der Strecke entscheiden; was danach kommt, sieht sich nur an, wer schon interessiert ist.

Brauche ich professionelle Fotos?

Für die drei Projekte, die du nach vorne stellst, lohnt es. Der Rest funktioniert mit Telefonaufnahmen, wenn Standpunkt und Licht stimmen. Der häufigere Fehler ist nicht die Kamera, sondern der Zeitpunkt: mittags bei hartem Licht wirkt kein Garten. Der frühe Morgen und die letzte Stunde vor Sonnenuntergang liefern mit dem Telefon bessere Bilder als der Mittag mit guter Kamera.

Soll ich Preise nennen?

Für Pflege ja, als Größenordnung pro Einsatz oder pro Jahr - das filtert und verkauft gleichzeitig. Für Neuanlagen nein, weil der Umfang ohne Ortstermin nicht feststeht. Ein Festpreis ohne Besichtigung ist ein Versprechen, das im Gespräch zurückgenommen werden muss. Wer bei der Pflege eine Spanne nennt, bekommt weniger Anfragen und mehr Abschlüsse - das ist in dieser Branche fast immer die bessere Rechnung.

Was bringt ein Blog in dieser Branche?

Saisonale Fragen werden verlässlich gesucht: Wann schneide ich was, wie überwintere ich Kübelpflanzen, wann lohnt sich Rollrasen. Solche Beiträge bringen Leser, die im Frühjahr anfragen. Wie man solche Themen findet, steht in Blogthemen für lokale Betriebe. Der Nebeneffekt ist die Saisonsteuerung: ein Beitrag im Januar über Frühjahrsplanung bringt Anfragen, bevor der Kalender voll ist.

Was du als Nächstes tun kannst

Fang ab dem nächsten Erstbesuch an, Vorher-Bilder zu machen - fünf Aufnahmen, immer von derselben Ecke. In zwei Monaten hast du die Strecke, die deine Seite trägt. Im Erstgespräch sortieren wir, welche Projekte nach vorne gehören.


Marcel Schyga Marcel Schyga
Ich baue Websites vom Design bis zum Livegang. Mehr über mich
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