Wie lange dauert eine Website?
Und woran es hängt
Zwei bis vier Wochen sind realistisch, wenn die Inhalte stehen und Freigaben zügig kommen. Der Takt hängt nicht an der Bauzeit, sondern an zwei Wartezeiten: bis Inhalte vom Kunden da sind und bis die Vorschau freigegeben ist. Beides liegt beim Kunden, und genau dort liegen die Projekte, die sich über Monate ziehen.
Zurück zur Übersicht- Zwei bis vier Wochen, wenn Inhalte und Freigaben stehen.
- Die Bauzeit ist selten das Problem; die Wartezeit auf Inhalte ist es.
- Deine Arbeit im Projekt sind zwei bis vier Stunden, verteilt auf drei Termine.
- Wer alle Anmerkungen gesammelt schickt, ist schneller fertig als wer einzeln nachreicht.
- Ein festes Livegang-Datum funktioniert nur mit einem festen Inhaltstermin davor.
Woran hängt die Dauer wirklich?
An drei Punkten, in dieser Gewichtung. Erstens: Sind die Inhalte da - Texte, Bilder, Zugänge. Zweitens: Wie schnell kommt die Freigabe zur Vorschau. Drittens: Wie viel Technik dazugehört, die über das Anzeigen von Inhalten hinausgeht.
Diese Reihenfolge überrascht die meisten. Gefragt wird nach der Bauzeit, entscheidend sind die beiden Wartezeiten davor und danach - und die stehen in keinem Angebot, weil sie nicht beim Dienstleister liegen.
Die Bauzeit selbst ist der planbarste Teil und der kürzeste. Was Projekte auf Monate zieht, ist fast immer eine Zusage, die nicht eingelöst wird: „Die Texte schicke ich am Wochenende." Danach ruht das Projekt, und beim Wiederanlauf kostet das Einlesen zusätzlich Zeit.
Deshalb ist die ehrliche Antwort auf die Frage nach dem Termin eine Gegenfrage: Wann sind deine Inhalte da? Von diesem Datum aus lässt sich rechnen, vom Startdatum nicht.
Was ist mein Teil, und wie lange dauert der?
Zwei bis vier Stunden, verteilt auf drei Termine. Nicht mehr, wenn die Struktur des Projekts stimmt.
- Erstgespräch, 20 Minuten: Was macht der Betrieb, wer kauft, was stört an der aktuellen Seite.
- Material zusammenstellen, meist eine bis zwei Stunden: Bilder, Zugänge, Angaben, die nur du hast.
- Vorschau durchgehen, eine Stunde: einmal in Ruhe lesen und alle Anmerkungen gesammelt zurückschicken.
Der dritte Punkt ist der, an dem am meisten Zeit verloren geht. Einzelne Anmerkungen über zwei Wochen verteilt bedeuten für beide Seiten ständiges Wiedereinlesen. Eine gesammelte Rückmeldung ist weniger Arbeit für dich und schneller umgesetzt. Was du an Material brauchst, steht in was ein Website-Projekt von dir braucht.
Wann wird es länger als vier Wochen?
Bei vier Konstellationen, und alle vier sind vorher erkennbar.
Wenn Fotos fehlen und erst entstehen müssen - ein Shooting ist ein eigenes Vorhaben mit eigenem Terminkalender. Wenn viele Einzelseiten gepflegt werden müssen, etwa ein Bestand oder ein großes Leistungsverzeichnis. Wenn Technik dazukommt, die Datenschutzfragen aufwirft und geklärt werden muss, bevor sie läuft. Und wenn mehrere Personen freigeben, die sich erst untereinander einig werden müssen.
Der vierte Fall ist der unterschätzte. Zwei Entscheider ohne festgelegte Reihenfolge verdoppeln nicht die Dauer, sie vervielfachen sie. Wer im Projekt eine Person benennt, die freigibt, spart mehr Zeit als jede technische Maßnahme. Das heißt nicht, dass niemand mitredet - nur dass am Ende einer entscheidet.
Kann ich einen festen Livegang-Termin bekommen?
Ja - mit einer Bedingung: ein festes Datum, bis zu dem die Inhalte vorliegen. Ohne diesen Vortermin ist ein Livegang-Datum eine Hoffnung.
Das ist keine Formalie. Ein Satz zum Puffer: wer den Livegang auf den letztmöglichen Tag legt, hat keinen. Zwei Wochen Abstand zwischen Livegang und Ereignis sind kein Luxus, sondern die Zeit, in der die Dinge auffallen, die man erst im Betrieb sieht.
Wer zu einer Messe, einer Eröffnung oder einer Kampagne live gehen muss, rechnet vom Ereignis zurück: Livegang zwei Wochen vorher, Freigabe eine Woche davor, Inhalte zwei Wochen davor. Wer diese Kette einmal aufschreibt, sieht sofort, ob der Wunschtermin realistisch ist. Und wenn er es nicht ist, ist das drei Wochen vorher eine Information und drei Tage vorher ein Problem.
Ein zweiter Punkt: Livegang am Freitagnachmittag ist eine schlechte Idee. Wenn nach der Umstellung etwas auffällt, will man einen Werktag davor haben.
Häufige Fragen
Geht es auch in einer Woche?
Bei einem kleinen Umfang und vorhandenen Inhalten ja. Was dabei ausfällt, ist die Zeit zum Nachdenken - Texte, die in einer Woche entstehen, sind selten die, die ein Jahr später noch passen. Für einen Messeauftritt kann das trotzdem die richtige Entscheidung sein.
Was passiert, während gebaut wird?
Bei mir nichts, was dich betrifft. In dieser Zeit hörst du nichts von mir - fehlt mir etwas, melde ich mich, sonst nicht. Wer alle zwei Tage einen Zwischenstand bekommt, verbringt mehr Zeit mit dem Projekt als nötig. Wer alle zwei Tage einen Zwischenstand bekommt, verbringt mehr Zeit mit dem Projekt als nötig - und bewertet Teile, die noch nicht fertig sind.
Wie lange dauert es, bis Google die neue Seite kennt?
Einzelne Seiten oft wenige Tage, die vollständige Struktur meist einige Wochen. Ein Datum verspricht dafür niemand seriös. Bei einem Plattformwechsel entscheidet stattdessen, ob die Umleitungen stehen - siehe von Wix umziehen. Was das Projekt insgesamt kostet, steht in was kostet eine Website. Was du beschleunigen kannst, ist die Adressdatei in der Search Console einzureichen und die wichtigsten Seiten dort einzeln zur Prüfung anzumelden.
Kann ich die Seite in Etappen live nehmen?
Ja, und oft ist das sinnvoll. Startseite und Kontakt zuerst, der Rest folgt. Die Bedingung ist nur, dass die erste Etappe für sich funktioniert und nicht auf Seiten verlinkt, die noch nicht existieren. Für Betriebe mit einem festen Termin - Messe, Eröffnung, Kampagne - ist das oft der einzige Weg, der ohne Hektik funktioniert.
Was du als Nächstes tun kannst
Setz ein Datum, bis zu dem deine Inhalte vorliegen - Bilder, Zugänge, Angaben. Von diesem Datum aus lässt sich der Livegang rechnen. Im Erstgespräch gehen wir die Liste durch, danach weißt du, wie realistisch dein Wunschtermin ist.
Marcel SchygaIch baue Websites vom Design bis zum Livegang. Mehr über mich