ABLAUF 20. August 2026 · 5 Min. Lesezeit

Was kostet eine Website?
Woran der Preis wirklich hängt

Der Preis hängt an vier Dingen: Seitenzahl, wer die Texte schreibt, wie viele Bilder aufzubereiten sind und ob Technik dazukommt, die über das Anzeigen von Inhalten hinausgeht. Die Gestaltung ist der kleinste Posten. Bei mir startet ein Projekt bei 1.900 €.

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Kurz gesagt
  • Vier Treiber: Seitenzahl, Texte, Bildaufbereitung, zusätzliche Technik.
  • Wer die Texte selbst liefert, spart - wenn sie wirklich kommen.
  • Zwei Angebote sind nur vergleichbar, wenn beide dieselbe Leistung beschreiben.
  • Nach dem Livegang bleiben Domain, Hosting und optional Betreuung.
  • Der billigste Anbieter ist meist der, dessen Angebot am wenigsten enthält.

Was treibt den Preis nach oben?

Die Seitenzahl am offensichtlichsten, aber nicht am stärksten. Eine Seite mehr, die dem gleichen Muster folgt, kostet wenig. Teuer wird, was eine eigene Struktur braucht - eine Übersicht mit Filtern, ein Bereich mit vielen Einzelseiten, ein Terminweg mit Regeln.

Der zweite Treiber sind die Texte. Wer sie liefert, verkürzt das Projekt deutlich. Wer sie schreiben lässt, kauft die Arbeit, die im Projekt am längsten dauert - und meist die, die am Ende den Unterschied macht. Der häufigste Verlauf liegt dazwischen: Texte werden zugesagt und kommen nicht, dann steht das Projekt.

Der dritte sind Bilder. Vorhandene Bilder in guter Auflösung sind ein kleiner Posten. Fehlende Bilder sind ein eigenes Projekt, und aus Bilddatenbanken gekaufte Motive sind billig und wirken so.

Der vierte ist Technik jenseits der Darstellung: Terminbuchung, Bestandslisten, Formulare mit Logik, mehrsprachige Seiten. Jedes davon bringt eigene Fragen mit - Datenschutz, Pflege, Ausfallverhalten.

Warum sind zwei Angebote so schwer zu vergleichen?

Weil sie oft verschiedene Dinge beschreiben. Zwei Zahlen nebeneinander sagen nichts, solange nicht dieselbe Leistung dahinter steht.

Die sechs Punkte, an denen Angebote auseinandergehen:

  • Sind die Texte enthalten oder liefert der Kunde sie?
  • Wie viele Korrekturrunden sind eingeschlossen, und was kostet die nächste?
  • Ist die Bildaufbereitung dabei - Zuschnitt, Größen, Format?
  • Gehört der Google-Eintrag dazu?
  • Wem gehören Domain und Hosting nach dem Projekt?
  • Was passiert nach dem Livegang, und was kostet es?

Wer diese sechs Fragen an beide Angebote stellt, hat danach eine echte Vergleichsgrundlage - und häufig eine andere Reihenfolge als vorher.

Ein Punkt fehlt in dieser Liste bewusst: die Frage nach der Plattform. Sie klingt technisch und ist in Wahrheit eine Kostenfrage über Jahre - was ein Baukasten im Monat kostet und was beim Wechsel anfällt, steht in selbst machen oder machen lassen.

Was kostet es nach dem Livegang?

Drei Posten, von denen zwei unvermeidlich sind. Die Domain kostet pro Jahr wenig und läuft auf deinen Namen. Das Hosting hängt davon ab, wie die Seite gebaut ist - eine statisch gebaute Seite ist hier günstiger als ein System, das bei jedem Aufruf rechnet.

Der dritte Posten ist Betreuung, und der ist eine Entscheidung. Ohne Betreuung bleibt die Seite, wie sie ist; Änderungen kommen einzeln und werden nach Aufwand abgerechnet. Mit Betreuung laufen Updates, Sicherung und Änderungen in einem festen Rahmen. Was in einem Projekt bei mir enthalten ist, steht auf der Leistungsübersicht. Wie lange es dauert, steht in wie lange dauert eine Website, und wer die Texte schreibt, in Texte für die eigene Website.

Ein vierter Punkt betrifft die Domain. Sie kostet wenig und ist der Posten, bei dem am meisten schiefgeht: läuft sie auf den Namen eines Dienstleisters, ist der Wechsel später ein eigenes Vorhaben mit eigenem Aufwand.

Was oft vergessen wird: Werkzeuge, die im Projekt dazukommen. Ein Buchungssystem, ein Newsletter-Dienst, ein Bewertungswerkzeug - alle mit eigener monatlicher Rechnung, alle auf deinen Namen.

Wo lohnt es sich zu sparen und wo nicht?

Sparen lohnt bei der Seitenzahl. Eine Seite, die tatsächlich gelesen wird, ist mehr wert als fünf, die niemand aufruft - und der Umfang lässt sich später erweitern.

Nicht sparen lohnt bei drei Dingen. Bei den Texten, weil sie das sind, was der Kunde liest. Bei den Bildern, weil sie in den ersten zwei Sekunden entscheiden. Und bei der Frage, wem die Zugänge gehören - eine Seite, deren Domain auf den Namen des Dienstleisters läuft, kostet beim Wechsel mehr als sie im Aufbau gespart hat.

Häufige Fragen

Warum nennen viele Anbieter keinen Preis?

Weil der Umfang vor dem Gespräch nicht feststeht - und weil ein genannter Preis Anfragen filtert. Eine Einstiegsgröße zu nennen ist trotzdem fair: sie erspart beiden Seiten Gespräche, die am Budget scheitern. Wer gar keine Größenordnung nennt, verliert die Anfragen, deren Budget gepasst hätte, und bekommt die, deren Budget nicht reicht - beides kostet Zeit.

Ist eine teure Website automatisch besser?

Nein, aber eine sehr billige ist fast immer weniger. Bei sehr niedrigen Preisen fehlen meist Texte, Bildaufbereitung und der Google-Eintrag - also genau die Arbeit, die wirkt. Was fehlt, steht im Angebot, nicht im Preis. Der brauchbare Vergleich ist deshalb nicht der Preis, sondern die Liste dessen, was im Angebot steht, Position für Position.

Kann ich klein anfangen und später erweitern?

Ja, und bei den meisten Betrieben ist das der richtige Weg. Wichtig ist nur, dass die Seite von Anfang an so gebaut ist, dass Erweiterung möglich ist - eine Struktur, die nach drei Seiten endet, kostet beim Ausbau mehr als sie gespart hat.

Was kostet eine Änderung nach dem Livegang?

Ohne Betreuung nach Aufwand, mit Betreuung im vereinbarten Rahmen. Entscheidend ist, dass du vorher weißt, welcher Fall gilt - eine Rechnung für eine geänderte Telefonnummer ist der häufigste Grund, warum Betriebe ihre Seite nicht pflegen lassen. Deshalb gehört diese Frage in das Erstgespräch und nicht in die erste Rechnung nach dem Livegang.

Was du als Nächstes tun kannst

Nimm die sechs Fragen aus dem Abschnitt zum Vergleich und stell sie an das Angebot, das dir vorliegt. Was dabei unklar bleibt, klären wir im Erstgespräch - 20 Minuten, danach kennst du die Größenordnung für dein Vorhaben.


Marcel Schyga Marcel Schyga
Ich baue Websites vom Design bis zum Livegang. Mehr über mich
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