Statisch gebaute Website:
warum ich keinen Baukasten nutze
Statisch gebaut heißt: Deine Seite besteht aus fertigen Dateien, die ein Server unverändert ausliefert. Es läuft keine Software im Hintergrund, die abstürzen, aktualisiert oder gehackt werden könnte. Der Preis dafür ist, dass du Inhalte nicht selbst über eine Oberfläche änderst.
Zurück zur Übersicht- Eine statische Seite besteht aus fertigen Dateien ohne Programm im Hintergrund.
- Es gibt keine Erweiterungen, die nach einem Update nicht mehr funktionieren.
- Das Hosting läuft über Cloudflare Pages und kostet dich nichts.
- Änderungen laufen über mich, nicht über eine Oberfläche in deinem Zugriff.
- Wer selbst pflegen will, ist mit einem Baukasten besser bedient - das ist ehrlich gemeint.
Was heißt „statisch gebaut"?
Deine Seite besteht aus einzelnen Dateien, die genau so ausgeliefert werden, wie sie auf dem Server liegen. Nichts wird beim Aufruf berechnet, nichts aus einer Datenbank zusammengesetzt.
Eine statische Website ist eine Website, die aus fertigen Dateien besteht und ohne Programm im Hintergrund ausgeliefert wird.
Der Unterschied wird an der Fehlerursache deutlich. Bei einer Seite mit Programm im Hintergrund kann die Datenbank hängen, ein Update kann eine Erweiterung unbrauchbar machen, und eine Sicherheitslücke in fremdem Code betrifft dich, ohne dass du etwas getan hast. Bei fertigen Dateien fällt diese ganze Fehlerklasse weg - es gibt nichts, was im Betrieb noch eine Entscheidung trifft.
Das ist kein neuer Ansatz, sondern der ältere. Neu ist, dass Hosting dafür heute kostenlos und weltweit verteilt zu bekommen ist.
Was ist der Unterschied zu Wix, Squarespace und Webflow?
Der Unterschied liegt darin, wer die Seite zusammensetzt und wer sie pflegen kann. Ein Baukasten setzt beim Aufruf zusammen und gibt dir eine Oberfläche dafür; eine statische Seite liegt fertig da und hat keine.
| Baukasten | statisch gebaut | |
|---|---|---|
| Selbst ändern | über eine Oberfläche | über mich |
| Laufende Kosten | Monatsgebühr an den Anbieter | Hosting kostenlos |
| Erweiterungen | vorhanden, können brechen | keine |
| Wenn der Anbieter etwas ändert | deine Seite ändert sich mit | nichts ändert sich |
| Übernehmbar von Dritten | ja, wer den Baukasten kennt | eingeschränkt, siehe unten |
Webflow steht in dieser Tabelle auf der Seite der Baukästen, ist aber der handwerklichere von ihnen. Wenn ein Kunde bereits in Webflow arbeitet oder es ausdrücklich verlangt, baue ich dort - dann hat die Redaktionsoberfläche mehr Gewicht als die Vorteile oben.
Was hast du davon?
Drei Dinge, die alle daran hängen, dass nichts im Hintergrund läuft. Erstens: kurze Ladezeiten, weil der Server nichts rechnet, sondern nur ausliefert. Wie viel davon an den Bildern hängt, steht in warum es fast immer die Bilder sind.
Zweitens: keine Wartungsarbeit, die aus der Technik selbst entsteht. Es gibt keine Erweiterung, die aktualisiert werden muss, und kein Update, das etwas kaputt macht. Was gepflegt wird, sind deine Inhalte - nicht das Fundament darunter.
Drittens: keine Monatsgebühr an einen Baukastenanbieter. Das Hosting läuft über Cloudflare Pages und kostet dich nichts; du bezahlst nur die Domain. Was das über die Zeit ausmacht, ist bei einem kleinen Betrieb kein Randbetrag.
Was kannst du danach nicht selbst ändern?
Alles. Es gibt keine Oberfläche, in die du dich einloggst - Änderungen gehen über mich. Das ist der Punkt, an dem dieses Vorgehen für manche nicht passt, und er gehört ins Angebot, nicht ins Nachgespräch.
Praktisch heißt das: Du schickst mir, was geändert werden soll, und bekommst eine Vorschau zum Freigeben. In der Betreuung ist das der Regelfall und mit einer Umsetzung in drei Werktagen abgedeckt. Für einen Betrieb, der zweimal im Jahr Öffnungszeiten anpasst, ist das der bequemere Weg. Für jemanden, der wöchentlich selbst etwas einstellen will, ist es der falsche.
Zweite Grenze, ebenso offen: Eine Seite, die ich mit meinen Werkzeugen erzeuge, ist für einen Dritten nicht ohne Einarbeitung übernehmbar. Die fertigen Dateien gehören dir und laufen weiter, auch ohne mich - sie weiterzuentwickeln ist aber leichter für jemanden, der das Fundament kennt. Wenn dir Unabhängigkeit wichtiger ist als alles andere, ist das ein Argument gegen mich, und dann sage ich das im Erstgespräch.
Wann ist ein Baukasten die richtige Wahl?
Wenn du selbst und regelmäßig Inhalte pflegen willst. Das ist der eine Fall, in dem eine Redaktionsoberfläche mehr wert ist als kurze Ladezeiten und ausfallende Wartung.
Ebenso, wenn du eine Seite brauchst, die morgen steht, und niemanden bezahlen willst. Ein Baukasten in Eigenarbeit ist dafür ein vertretbarer Weg - er kostet dich Zeit statt Geld, und wenn du die Zeit hast, ist das eine legitime Entscheidung.
Der Fall, in dem ein Baukasten die schlechtere Wahl ist, ist der häufigste in meinen Gesprächen: Jemand hat sich vor drei Jahren eine Seite selbst gebaut, hatte danach keine Zeit mehr, und heute stimmt die Hälfte nicht. Dort löst eine Oberfläche kein Problem, weil sie ja vorhanden war. Beispiele solcher Ausgangslagen stehen im Portfolio.
Häufige Fragen
Bin ich dann von dir abhängig?
Für Änderungen ja, für den Betrieb nein. Die fertigen Dateien und die Domain gehören dir, das Hosting läuft auf deinen Namen, und die Seite läuft ohne mich weiter. Was eine Einarbeitung braucht, ist die Weiterentwicklung - dass ich das so deutlich sage, statt es im Nachgespräch zu erwähnen, ist Absicht.
Wo liegt die Seite und wer bezahlt das?
Auf Cloudflare Pages, angemeldet auf deinen Namen. Das Hosting selbst ist in dieser Form kostenlos, deine Domain kostet je nach Endung einen kleinen Jahresbetrag. Beide Konten laufen auf dich, nicht auf mich - damit gibt es bei einem Wechsel keinen Streit darüber, wem die Adresse gehört.
Kann ich später zu einem Baukasten wechseln?
Ja, und der Weg ist derselbe wie in die andere Richtung: Texte und Bilder übernehmen, Struktur neu aufbauen, Umleitungen setzen. Was du behältst, sind Domain und Inhalte. Was neu gebaut wird, ist die Darstellung. Wie so ein Wechsel abläuft, steht in von Wix umziehen.
Ist eine statische Seite sicherer?
Sie hat eine kleinere Angriffsfläche, weil es keine Anmeldung, keine Datenbank und keine Erweiterungen gibt, die aktuell gehalten werden müssen. Das ist ein struktureller Vorteil und keine Unverwundbarkeit: Domain und Postfach bleiben Angriffsziele, und dort schützt dich nur eine ordentliche Anmeldung mit zweitem Faktor.
Was du als Nächstes tun kannst
Frag dich vor allem eines: Willst du Inhalte selbst pflegen oder abgeben? Diese Antwort entscheidet über die Plattform, und alles andere folgt daraus. Wenn du abgeben willst, klären wir im Erstgespräch, was in deinem Fall dazugehört.
Marcel SchygaIch baue Websites vom Design bis zum Livegang. Mehr über mich